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Freitag, 01. März 2019

Ehrenpokal 2018

Olympiasieger trifft Olympiasieger beim Ehrenpokalabend

Zwei Männer, drei Olympiasiege, eine Leidenschaft – so etwas läuft nur in Dresden. Und am 16. März 2018 fand diese besondere Begegnung in der Schauburg statt, als Waldemar Cierpinski und Dieter Baumann beim Ehrenpokalabend des Laufsports auf der Bühne standen. Traditionell am Freitagabend vor dem Karstadt sports Citylauf wurde der Goldene Rudi verliehen, eine Hommage an Dresdens Ausnahmeläufer Rudolf Harbig. „Wir verstehen unseren Rudi als eine Erinnerung an die Stärken und Traditionen im Dresdner Laufsport und wollen damit aber auch eine Brücke in die Gegenwart schlagen“, sagte André Egger von der Laufszene Events GmbH, die den Ehrenpokalabend bereits zum vierten Mal organisierten.

 

Der Preisträger war diesmal kein geringerer als die Marathon-Legende Waldemar Cierpinski, der mit seinen zwei Olympiasiegen über die klassischen 42,195 Kilometer sowohl 1976 in Montreal als auch vier Jahre später in Moskau in die Geschichtsbücher lief. Weit über den Sport hinaus ist Cierpinski danach bekannt geworden, was wohl auch mit dem Fernsehreporter Heinz Florian Oertel zu tun hat.  „Liebe junge Väter oder angehende“, rief er 1980 beim Zieleinlauf ins Mikrofon, „haben Sie Mut! Nennen Sie Ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar! Waldemar ist da!“

Der Ausspruch ist so legendär wie Cierpinski selbst – und der Endspurt von Dieter Baumann zwölf Jahre später bei den Olympischen Spielen in Barcelona, wo er Gold über 5.000 Meter gewonnen hat. Nun kam Baumann nach Dresden und hielt die Laudatio für Cierpinski, der nach den Gründervätern des Citylaufs, dem langjährigen deutschen Marathonrekordhalter Jörg Peter sowie Mittelstreckenläufer Karl-Heinz Leiteritz in diesem Jahr mit dem Goldenen Rudi geehrt wurde.  „Wir freuen uns, zwei so große Namen im laufverrückten Dresden begrüßen zu können. Das war ein ganz besonderer, ganz emotionaler Abend“, sagte André Egger.

Und Dieter Baumann sorgte zugleich dafür, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt – mit seinem Kabarettprogramm, bei dem er sein Publikum mit nach Olympia und in die große Welt des Sports nahm. Dabei erzählte er Anekdoten aus dem olympischen Dorf sowie von Begegnungen auf der schwäbischen Alb und den Fidschi-Inseln.